Die Theater der Vereinigten Bühnen Wien

ALLE THEATER IM ÜBERBLICK - RAIMUND THEATER, RONACHER, THEATER AN DER WIEN & WIENER KAMMEROPER

Ronacher_Zuschauerraum © Rupert Steiner

 

 

Raimund Theater Wiens erste Musicalbühne

Raimund Theater Nacht ©Sandra Kosel

Von der Sprechbühne zum Musiktheater

Wo heute spektakuläre Musicalproduktionen mit fantastischem Kulissenbau, fesselnden Choreographien und gefeierten Stars über die Bühnen gehen, entdeckten einst Wiener Publikumslieblinge wie Paula Wessely und Attila Hörbiger die Bretter, die die Welt bedeuten. 1893 als Vorstadt-Theater für einen weiten Besucherkreis, vor allem aus den „unteren Volksschichten“, gegründet, beherbergte das Haus zunächst Sprechstücke, ab 1908 jedoch zunehmend Operetten, die aufgrund ihres durchschlagenden Erfolges oft monatelang ensuite gespielt wurden.

Der Erfolg der Operettenproduktionen hielt nicht zuletzt aufgrund eines Staraufgebots à la Marika Rökk, Zarah Leander und Johannes Heesters bis in die 1970er an. Erst ab 1976 fanden sich vereinzelte Musicals auf dem Spielplan des RAIMUND THEATER. Der wahre Musical-Siegeszug des legendären Hauses begann jedoch nach der Generalsanierung Mitte der 1980er Jahre und der Eingliederung in die VBW. 1987 hielt mit A CHORUS LINE erstmals eine große Broadway-Show Einzug und legte den Grundstein für den Aufstieg des RAIMUND THEATER zur ersten Adresse für Musical im großen Stile.

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Ronacher Wiens neueste Musicalbühne

Ronacher 1280x680 ©VBW / Rupert Steiner

Historische Bausubstanz trifft modernste Technologie – beste Voraussetzungen für innovative Konzepte

1872 als „Wiener Stadttheater“ gegründet, sollte das RONACHER eine veritable Alternative zu den kaiserlichen Hoftheatern darstellen und ein vorwiegend bürgerliches Publikum ansprechen. Das Schicksal wollte es anders: Wenige Jahre nach seiner Eröffnung wurde das Haus ein Raub der Flammen. 1886 baute ein gewisser Anton Ronacher die Brandruine wieder auf und ließ das Haus bis in die 1930er-Jahre als klassisches Variété-Theater bespielen.

Auf der Bühne: eine illustre Künstlerschar von Akrobaten bis Zauberern, und mitten unter ihnen Josephine Baker, die dem RONACHER 1932 die Ehre gab. Nach dem Krieg erfüllte das Theater seine ursprüngliche Bestimmung und ersetzte das zerstörte Burgtheater, 1960 übernahm der ORF das Haus als Studio- und Bühnenraum.

Nach vielen wetterwendischen Jahren, in denen das RONACHER nach und nach in Vergessenheit geriet, erweckten es die VBW 1987 mit dem Spielortwechsel der Erfolgsproduktion CATS zu neuem Leben. Auf eine sanfte Renovierung 1993 folgte eine umfassende Funktionssanierung (2005 bis 2008). Heute präsentiert sich das RONACHER, technisch auf dem neuesten Stand, als attraktive Bühne für urbanes Musiktheater.

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Theater an der Wien Das neue Opernhaus

Theater an der Wien_außen ©Rupert Steiner

Seit über zweihundert Jahren steht das Theater an der Wien für die Erneuerung des Musiktheaters.

Eine Vielzahl bedeutender Opern, Singspiele, Operetten und Musicals kamen hier zur Uraufführung. Gründer und Theaterimpresario Emanuel Schikaneder ließ das Haus 1801 im Geiste Mozarts erbauen.

Verankert zwischen Tradition und Innovation, vereint das Theater an der Wien Sinnlichkeit, Virtuosität und Unterhaltungswert und macht Musiktheater auf zeitgemäße und berührende Weise erleb- und zugleich nahbar. Der Stagione-Betrieb bildet das organisatorische Grundgerüst, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, getragen durch die Spitzenleistungen vielseitigster Künstler*innen, Ensembles und Klangkörper und ein Team, das sich als Botschafter und Wegbereiter eines visionären Musiktheaters versteht. Ein vielseitiger Spielplan versammelt alte und neue Werke sowie selten oder noch nie gespielte Raritäten der unterschiedlichsten Epochen und Stilrichtungen in an- und aufregenden Neuinszenierungen und virtuosen konzertanten Aufführungen.

Um die einzigartige Geschichte und Aura des Theaters an der Wiens zu erhalten, wird das historische Haus seit März 2022 umfassend generalsaniert. Während der über zweijährigen Sanierungszeit übersiedelt der Spielbetrieb ab Herbst 2022 für zwei Spielzeiten in die Halle E in das MuseumsQuartier Wien. Die Wiedereröffnung des Hauses in neuem Glanz ist für Herbst 2024 geplant.

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Kammeroper

Kammeroper ©VBW

Die zweite Spielstätte des Theaters an der Wien im Herzen von Wien.

Die Wiener Kammeroper am Fleischmarkt wurde 1953 gegründet und ist fester Bestandteil des Wiener Kulturlebens. Eine über 60 Jahre alte Kulturinstitution, die seit der Saison 2012/13 vom Theater an der Wien bespielt wird. Nachdem sich 2011 der Bund als Subventionsgeber zurückgezogen hatte, wurde gemeinsam mit dem Trägerverein der Wiener Kammeroper in Abstimmung mit der Stadt Wien, ein neues Konzept für die Bespielung mit einem Jungen Sängerensemble erarbeitet. Das vielfältige Spektrum des intimen Kammeropern-Repertoires ergänzt den Spielplan des Theaters an der Wien. 

Für die Neuaufstellung der Kammeroper ab der Spielzeit 2022/23 unter der neuen Intendanz von Stefan Herheim weitet das Theater an der Wien mit dem CAMPUS die Förderung junger Talente aus und es werden weiterhin hochtalentierte Nachwuchskünstler*innen im Zentrum der Ereignisse stehen, jedoch ohne sie in ein festes Ensemble zu binden. Unter anderem werden regelmäßig Studierende verschiedener europäischer Hochschulinstitutionen in passgerechten Rollen gemeinsam mit arrivierten Sänger*innen auf der Bühne zu erleben sein. So profitieren junge Künstler*innen von den Erfahrungen etablierter Darsteller*innen und können an Meisterklassen teilnehmen. Zusätzlich entsteht mit dem jungen Format LATE NIGHT ein Programm für Nachtschwärmer*innen: Von Musikkabarett bis Jazz, von Improvisation bis Chanson, von Barock bis Ballroom ist alles möglich.

 

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